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Viktor Hugenay ist ein französischer Kunstdieb. In den Drei-???-Folgen, in denen die Drei ??? nach vermissten oder gestohlenen Gemälden/ Bilder fahnde, taucht meist früher oder später der stets seriös gekleidete und mit einem leichten französischen Akzent sprechende Viktor Hugenay auf. Obwohl sich die Drei ??? stets große Mühe geben, entwischt ihnen der gerissene Kunstdieb jedes Mal. - Entweder sie können ihm nichts nachweisen oder er ist ein bisschen schneller als sie. Doch in Folge 125: Feuermond wendet sich das Blatt. Der Polizei gelingt es erstmals den Meisterdieb fest zu nehmen. Zudem erfährt man in dieser Folge Hintergrundwissen zu Hugenays Handeln und und Kindheit. So wird in dieser Folge erstmals erläutert warum er zum Kunstdieb wurde und wie der berühmteste und meist gesuchte Kunstdieb Europas zur Kunst steht. Für Hugenay sind Bilder nichts als ein wenig Farbe auf einer Leinwand. Gemälde sind nur soviel Geld wert, weil viele (reiche) Leute bereit sind dafür zu bezahlen. Oder anders ausgedrückt: Wenn niemand bereit wäre, viele Millionen Euro (bzw. Dollar) zu zahlen, um ein Gemälde zu besitzen, wäre selbst der teuerste Picasso keinen Pfifferling wert. Wenn man die Kunst von diesem (von Hugenays) Standpunkt betrachtet, ist es nur allzu verständlich, das der Kunstdieb den Wert eines Gemäldes als sehr gering einschätzt und es mit Spielgeld gleichsetzt. Für Hugenay ist der Diebstahl von Bildern somit auf gewisse Weise eine Art Spiel, in dem er den Reichen ihre geliebten Kunstwerke stiehlt, um sie seinerseits gewinnbringend an den Mann zu bringen. Das sein Beruf für ihn eine Art Schachspiel ist, in dem man jeden weiteren Schritt und seine Konsequenzen bedenken und planen muss, wird gut in Hugenays Beziehung zu den Detektiven (und insbesondere zu Justus) erkenntlich. Wie selbst die Drei ??? in vielen Situationen feststellen müssen, ist Viktor Hugenay ein ehrenwerter Dieb (wenn es überhaupt so etwas gibt) und keinesfalls ein gefährlicher Verbrecher. Er verabscheut geradezu körperliche Gewallt. - Er versucht seine Widersacher vielmehr mit Logik und guter Planung zu übertrumpfen und aus dem Konzept zu bringen. Und sollte es dennoch erforderlich sein beispielsweise einen Brand zu legen, gibt er diese an andere Leute (z. B. den gefürchteten Nachtschatten) ab. Hugenay sieht sich lieber in der Rolle des großen Managers, der die Dinge weitestgehend von einer geheimen Leitstelle koordiniert und leitet, als sich selber die Finger schmutzig zu machen. Der Erfolg scheint ihm mit seiner Strategie Recht zugeben. Er schafft es, der Polizei jedes mal zu entkommen, wenn diese den Drei ??? zur Hilfe kommt. Eines sollte man sich jedoch ganz klar vor Augen halten: Wenn jemals jemand den meist gesuchten Kunstdieb je gefasst hat, so waren es die drei Detektive, alias die Drei ???. Außerdem sollte gesagt seien, das es dann letzen Endes die Polizei von Rocky Beach war, die den Kunstdieb dann nach der bisher einmaligen Verhaftung aufgrund Mängel im Sicherheitssystem, das aufgrund eines einfachen (oder von Hugenay geplantem) Stromausfalles eliminiert werden konnte und so erst eine Flucht aus dem Gefängnis möglich machte. Doch noch etwas fällt an Viktor Hugenays Verhalten auf. Zwischen ihm und dem Ersten Detektiv, Justus Jonas, gibt es auffällig viele Parallele (auch wenn Justus das nicht wahr haben will); selbst wenn man den scheinbar ähnlich hohen Intelligenzquotient und die gemeinsame Freude der beiden am Lesen und Rätsellösen außen vor lässt. Sowohl Justus wie auch Monsieur Hugenay waren in ihrer Kindheit oder Jugend bereit, für einen Menschen, den sie liebten, ein Gemälde zu stehlen, um das Herz des anderen zu gewinnen oder ihm einfach eine Freude zu machen. In Folge 103: Das Erbe des Meisterdiebes war Justus bereit, für Britany gestohlene Bilder zu verkaufen, um sie zu Geld zu machen und damit Britanys angebliche Augenoperation finanzieren zu können. Auch wenn diese geplante Tat, die letzen Endes doch nicht realisiert wird, auf den ersten Blick wie ein Freundschafts- oder gar Liebesbeweis von Justus gegenüber seiner Freundin scheint, so hat Hugenay schon recht, als er in einen Brief an den ersten Detektiv schreibt: Doch wenn du ehrlich bist Justus, wirst du zugeben müssen, das du es damit letzen Endes doch ganz für dich alleine getan hättest. Viktor Hugenay (Albert Giro) in der Hörspielfolge 103: Das Erbe des Meisterdiebes Denn in diesem Fall hat der sonst so gescheite und kluge Junge sich im Grunde nicht anders verhalten, als es Hugenay seiner Zeit getan hat, auch wenn dieser - im Gegensatz zu Justus - bei dieser Tätigkeit geblieben ist. Wie er in einem Gespräch mit Justus selber zugibt hatte er damals auch eine Freundin, die er Julie nennt und die mit richtigem Name Juliane Wallace heißt, für die er damals wahrscheinlich alles getan hätte. Da seine Freundin ein Faible für Kunst hatte und sich sehr für die Werke des Raoul Hermandez interessierte - was lag da näher ihr ein Gemälde jenes berühmten Maler zu schenken? Was damals also im jugendlichen Leichtsinn geschah entwickelte sich jedoch bald zu einem lukrativen Geschäft. Nach und nach lebten die beiden sich jedoch auseinander und sie gingen ihre eigenen Wege - aus Freunden wurden auf diese Weise Rivalen. In diesen Folgen spielt Hugenay nach meinem Wissen eine Haupt- oder Nebenrolle:
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